Hauptkonfiguration - bffh.dhall
BFFH verwendet Dhall für die Struktur von Maschinen, Rollen, Aktoren und Initiatoren. Die Konfiguration von BFFH befindet sich in der Datei bffh.dhall
. Die Datei kann auch umbenannt werden. Wichtig ist, dass sie dann überall korrekt referenziert wird (z.B. in Service Scripts). Der betreffende Quellcode findet sich in GitLab.
Tipps & Tricks in Dhall
Dhall ist eine umfangreiche Sprache für die Konfiguration und erlaubt äußerst komplexe Datenstrukturen. Vieles davon wird für FabAccess vermutlich nur im kleineren Rahmen benötigt, jedoch besteht die grundlegende Kompatibilität auch für komplizierte Gebilde. Im Rahmen dieser Dokumentationen gehen wir nur auf grundlegende, wichtige und besonders praktische Konfigurationsaspekte ein.
Ein nutzbringenden Cheatsheet für Dhall findet sich unter https://docs.dhall-lang.org/howtos/Cheatsheet.html
Literal für leere Einträge
Dhall-Objekte können auch leer übergeben werden. Dafür gibt es eine spezielle Syntax: {=}
. Siehe https://hackage.haskell.org/package/dhall-1.42.1/docs/Dhall-Tutorial.html#g:6
Beispiel:
initiators = {=}
Literal "Some"
Die folgenden beiden Angaben sind inhaltlich gleich. Das Wörtchen "Some" macht in unserem Beispiel Wert port
optional. Diese Notation kann beispielsweise verwendet werden, um innerhalb einer Konfiguration darauf hinzuweisen, dass ein Wert fest gesetzt werden könnte, aber aktuell nicht von Nöten ist. Siehe https://hackage.haskell.org/package/dhall-1.42.1/docs/Dhall-Tutorial.html#g:5
Beispiel:
listens = [{ address = "127.0.0.1" }]
listens = [{ address = "127.0.0.1", port = Some 59661 }]
Kommentare
Zeilen, die mit --
beginnen, werden automatisch als Kommentar gewertet. Das kann auch verwendet werden, um z.B. nicht mit dem Literal "Some" zu arbeiten. So können wir z.B. eine Originalzeile auskommentieren und darunter unsere angepasste Zeile schreiben.
Beispiel:
--listens = [{ address = "127.0.0.1", port = 59661 }]
listens = [{ address = "127.0.0.1" }]
Zeichenketten erzeugen
Werte können zusammengefügt werden (concatenation). Das geht zum Beispiel mit dem Syntax ++
wie folgt:
certfile = env:BFFH_CFG_PATH as Text ++ "/cert/bffh-selfsigned.crt"
Oder als Verkettungsbefehl:
hobbies = concatSep ", " [ "piano", "reading", "skiing" ]
Dhall-Konfigurationen verschlanken
Folgende Möglichkeiten der Vereinfachung und Granulierung von Dhall-Dateien stellen wir vor. Wir berufen uns unter anderem auf die Dokumentation https://github.com/dhall-lang/dhall-lang/blob/master/standard/imports.md
Variablen/Konstanten innerhalb einer Datei setzen
Folgendes Beispiel erzeugt ein Listing VARS
, welches drei Variablen enthält, die vereinheitlicht angesprochen werden können. Variablen lassen sich auf diese Art und Weise beliebig tief schachteln. Zu beachten ist das kleine Wörtchen in
, welches im Block danach eine Ersetzung bzw. Referenzierung anstrebt.
let VARS = {
BFFH_CFG_PATH = "/opt/fabinfra/bffh-data/",
MQTT_USER = "fabinfra101",
MQTT_PASSWD = "fablocal"
}
in
{
listens = [
{ address = "0.0.0.0", port = 59661 },
],
certfile = VARS.BFFH_CFG_PATH ++ "cert/bffh-selfsigned.crt",
keyfile = VARS.BFFH_CFG_PATH ++ "cert/bffh-selfsigned.key",
mqtt_url = "mqtt://" ++ VARS.MQTT_USER ++ ":" ++ VARS.MQTT_PASSWD ++ "@0.0.0.0:1883",
db_path = VARS.BFFH_CFG_PATH ++ "bffh.db"
}
Umgebungsvariablen verwenden
Wir setzen z.B. ein einer Bash-Umgebung einen Variablenwert und führen ein Kommando aus, welches die nachfolgende Dhall-Datei verwendet. Diese Dhall-Datei sucht in ihrer übergebenen Umgebung (Environment) nach passenden Variablen und ersetzt die Werte entsprechend.
Als Rohtext:
# bash
export BFFH_CFG_PATH="/opt/fabinfra/bffh-data"
bffh_cfg = env:BFFH_CFG_PATH as Text
oder als aufgelöster Pfad:
# bash
export BFFH_CFG_PATH="~/bffh-data"
bffh_cfg = env:BFFH_CFG_PATH as Location
Inhalte aus URLs importieren
Folgender Syntax lädt den Content der entfernten URL als Variableninhalt:
let concatSep = http://prelude.dhall-lang.org/Prelude/Text/concatSep sha256:fa909c0b2fd4f9edb46df7ff72ae105ad0bd0ae00baa7fe53b0e43863f9bd34a
Importe können mit Integritätsprüfungen geschützt werden, wenn ein SHA-256-Hash angehängt wird (wie beim obigen concatSep
-Import).
Dhall-Dateien innerhalb anderer Dhall-Dateien referenzieren (verschachteln)
Importierte Ausdrücke können transitiv andere Ausdrücke importieren. Eine exemplarische Datei ./schema.dhall
kann andere Dateien importieren:
{
name : ./schema/name.dhall,
age : ./schema/age.dhall,
hobbies : ./schema/hobbies.dhall
}
... und wenn ./schema/hobbies.dhall
einen relativen Import enthielte wie z.B.:
List ./hobby.dhall
... dann würde sich der relative Import von ./hobby.dhall
tatsächlich auf ./schema/hobby.dhall
beziehen. Dies ist als "Importverkettung" bekannt: die Auflösung von Importen relativ zur Position des aktuellen Ausdrucks.
Dhall-Dateien parsen, prüfen und formatieren
Dhall-Dateien können mit einer eigenen Bibliothek geparsed und auf Fehler geprüft werden. Das Resultat kann zudem neu formatiert ausgegeben werden - auch unter den Stichworten Beautify oder Prettyprint bekannt. Hierfür muss die Bibliothek dhall
installiert werden.
sudo apt install dhall
Das Folgende KommadoKommando setzt zunächst die Konfigurationsdatei als Variable. Wenn diese Datei erfolgreich geparsed werden konnte, dann formatieren wir diese und überschreiben dann die Originaldatei:
CFG="/opt/fabinfra/bffh-data/config/bffh.dhall" && \
dhall format < $CFG && \
dhall format < $CFG > $CFG.bup && \
rm $CFG && \
mv $CFG.bup $CFG
Siehe auch Konfiguration von BFFH auf Synax und Inhalt prüfen für eine BFFH-spezifische Kontrolle der Daten.
Syntax-Highlighting: Dhall-Dateien schöner bearbeiten
Für verschiedene Editoren gibt es Highlighter-Plugins, dabei unter anderem für Vim, VS Code und Emacs. Siehe hier. Eine Referenz findet sich auch in https://docs.dhall-lang.org/howtos/Text-Editor-Configuration.html.
Für Vim funktioniert das zum Beispiel so:
curl -fLo ~/.vim/autoload/plug.vim --create-dirs https://raw.githubusercontent.com/junegunn/vim-plug/master/plug.vim
vim ~/.vimrc
call plug#begin()
Plug 'vmchale/dhall-vim'
call plug#end()
Beim nächsten Öffnen des Editors führen wir das Kommando :PlugInstall
aus und öffnen dann beliebige Dhall-Dateien und sehen, dass uns Syntax-Highlighting zur Verfügung steht.
Damit die Datei sauber als Dhall erkannt wird, muss die Dateiendung *.dhall lauten.
Die Konfiguration von BFFH
In der Config gespeichert werden grundlegende, pflichtmäßig anzugebende Informationen zu
- allgemeine Einstellungen (z.B. Interface, Port, Zertifikate, Audit, Datenbank, etc.)
- Rollen
- Maschinen
- Aktoren
- Initiatoren
- Mappings zwischen Maschinen und Aktoren
- Mappings zwischen Maschinen und Initiatoren
- Föderation & FabFire
Allgemeine Einstellungen
listens
::List
Enthält eine Liste aus Einträgen mit Adressen (address
::String (notwendig)), auf die BFFH bei der Verbindung für die API hört sowie einer Portangabe (port
::Integer (optional)). Wird der Port nicht angegeben, dann wird der Standardport verwendet. Dieser Port lautet für BFFH 59661
. Die Adresse kann eine IPv4, IPv6 oder ein Hostname sein.
Wenn BFFH keinen Port für die angegebene Kombination binden kann, wird ein Fehler protokolliert, aber mit den übrigen Ports fortgefahren.
Beispiele:
listens = [
{ address = "127.0.0.1", port = Some 59661 },
{ address = "::1", port = 59661 },
{ address = "steak.fritz.box", port = 59661 }
],
mqtt_url
::String
Enthält die Adresse des MQTT-Servers, mit dem sich BFFH verbindet.
Die Adresse hat das Format <protocol>://[user]:[password]@<server>:[port]
protocol
(notwendig) - kann eins der folgenden Werte annehmen:mqtt
,tcp
,mqtts
,ssl
user
(optional)password
(optional)server
(notwendig) -kann IP-Adresse oder Hostname seinport
(optional) - Der Standardport ist1883
Beispiele:
mqtt_url = "tcp://localhost:1883"
mqtt_url = "mqtts://user:password@server.tld:port"
certfile
::String und keyfile
::String
Unsere Kommunikation über Cap'n Proto erfolgt grundsätzlich verschlüsselt. Dafür benötigen wir ein TLS-TLS-Zertifikat. Details, wie man ein TLS-Zertifikat generiert: Server - Anleitung zum selber kompilieren.
BFFH benötigt ein PEM-kodiertes Zertifikat und den zugehörigen Schlüssel als zwei separate Dateien. BFFH verwendet TLS ausschließlich in Version 1.2 bzw 1.3.
Beispiel:
certfile = "/opt/fabinfra/bffh-data/cert/bffh-selfsigned.crt"
keyfile = "/opt/fabinfra/bffh-data/cert/bffh-selfsigned.key"
db_path
::String
Enthält den Pfad für die interne Datenbank, die BFFH verwendet. BFFH wird zwei beim Start zwei Dateien erstellen, falls nicht bereits existent: <db_path>
und <db_path>-lock
. BFFH erstellt selber keine fehlenden Verzeichnisse. Es sollte sichergestellt werden, dass BFFH Schreibzugriff auf das entsprechende Verzeichnis hat. In der internen Datenbank werden die aktuellen Maschinenzustände gespeichert (welche Maschine ist z.B. gerade durch einen Nutzer INUSE
) und welche Nutzer mit Rollen, Passwörtern und Cardkeys zugreifen dürfen. Diese interne Datenbank kann teilweise exportiert werden (Benutzerdatenbank kann als *.toml
Datei ausgegeben werden). Wir empfehlen die Ablage im Standardverzeichnis /var/lib/bffh/
.
Beispiel:
db_path = "/var/lib/bffh/bffh.db"
auditlog_path
::String
Pfadangabe zur Auditdatei, die BFFH im laufenden Prozess schreibt. Die Ausgabe erfolgt im JSON-Format. Siehe Audit Log (Revisionsprotokoll) für Details zum Audit. Die Datei kann zum Beispiel mit Tools wie Grafana Loki ausgelesen werden. Wir empfehlen deshalb den Pfad so zu definieren, dass entsprechende Dienste korrekte Leseberechtigungen auf die Datei haben. Der bei Linux-Systemen verwendete Standardpfad for Log-Dateien ist per se /var/log/
.
Beispiel:
auditlog_path = "/var/log/bffh-audit.json"
Falls BFFH wegen einem Berechtigungsfehler nicht startet, kann folgender Trick angewendet werden.
Error:
× audit log failed
╰─▶ Permission denied (os error 13)
Lösung:
sudo touch /var/log/bffh-audit.json
sudo chown bffh:root /var/log/bffh-audit.json
sudo chmod 750 /var/log/bffh-audit.json
Alternativ kann auch mit setfacl
eine ACL angelegt werden. Hierzu gibt es ein nettes Tool im unter https://techgeeks.io/unix/acl-generator.
sudo setfacl -R -m u:bffh:rw-,d:u:bffh:rw- /var/log/bffh-audit.json
Konfiguration von Rollen (roles)
roles
::Record
Enthält die Einträge der definierten Rollen. Rollen haben eine Liste von Berechtigungen und können vererbt werden. Die Berechtigung kann ein Platzhalter in der Berechtigungsliste sein. Jede Rolle muss eine Role-ID haben. Unterhalb des Eintrages roles
schachteln sich Listen vom Typ parents
::List (optional) und vom Typ permissions
::List.List (notwendig).
Standardberechtigungen
BFFH verfügt über einige Standardberechtigungen, die der Verwaltung und den Admin-Rechten zugewiesen werden können.
bffh.users.info
- Nutzerliste bekommen und Infos über diese Accounts erhaltenbffh.users.manage
- Nutzerliste bekommen und Nutzer verwaltenbffh.users.admin
- Globale Administration: Nutzer hinzufügen, löschen, ändern (z.B. Passwort-Reset)
Modellieren von Berechtigungen
Allgemeines Schema: Schemaspace.type.category.permission.model
Administratorspace.machines.printers.*
Offene Berechtigungspace.machines.printers.read.*
BFFH verwendet eine pfadähnliche Zeichenkette als Erlaubnisformat, getrennt durch einen .
Punkt. So besteht zum Beispiel this.is.a.permission
aus den Teilen this
, is
, a
und permission
. Bei der Anforderung von Berechtigungen, z. B. in Maschinen, muss immer eine genaue Berechtigung angegeben werden, also z. B. test.write
. Bei der Erteilung von Berechtigungen, z. B. in Rollen, können entweder eine genaue Berechtigung angegeben oder die beiden Platzhalter *
und +
verwendet werden. Diese Wildcards verhalten sich ähnlich wie Regex- oder Bash-Wildcards:
*
gewährt alle Berechtigungen in diesem Teilbaum. So wirdperms.read.*
für jedes von passen:
perms.read
perms.read.machineA
perms.read.machineB
perms.read.machineC.manage
+
gewährt alle Berechtigungen unter des Wertes. So wirdperms.read.+*
für jedes von passen:
perms.read.machineA
perms.read.machineB
perms.read.machineC.manage
- aber nicht
perms.read
Wildcards sind wahrscheinlich am nützlichsten, um Maschinen zu gruppieren, z.B. 3D-Drucker und eine Bandsäge:
- Write (schreiben) Berechtigungen
machines.printers.write.prusa.sl1
machines.printers.write.prusa.i3
machines.printers.write.anycubic
machines.bandsaws.write.bandsaw1
- Manage (verwalten) Berechtigungen
machines.printers.manage.prusa.sl1
machines.printers.manage.prusa.i3
machines.printers.manage.anycubic
machines.bandsaws.manage.bandsaw1
- Admin Berechtigungen
machines.printers
- Für alle Drucker
- Für alle Drucker
machines.bandsaws
- Für alle Bandsägen
- Für alle Bandsägen
Dann erteilen wir den Rollen die entsprechenden Rechte:
- Nutze beliebige 3D-Drucker:
machines.printers.write.+
- Erlaube nur die Nutzung "billiger" Drucker:
machines.printers.write.anycubic.*
machines.printers.write.prusa.i3
- Erlaube das Verwalten der Drucker:
machines.printers.+
- Erlaubte das Administrieren aller Drucker:
machines.printers.*
Auf diese Weise klappt es trotzdem mit der Aufteilung, wenn später ein weitere Anycubic Drucker gekauft wird:
machines.printers.write.anycubic.i3
machines.printers.write.anycubic.megax
Beispiel:
roles =
{
testrole =
{
permissions = [ "lab.test.*" ]
},
somerole =
{
parents = [ "testparent" ],
permissions = [ "lab.some.admin" ]
},
testparent =
{
permissions =
[
"lab.some.write",
"lab.some.read",
"lab.some.disclose"
]
}
}
Konfiguration von Maschinen
machines
::Record
Enthält die Einträge der definierten Maschinen. Jede Maschine muss eine Machine-ID haben, um in anderen Teilen dieser Konfiguration oder über die API auf die Maschine verweisen zu können. Und jede Maschine muss einen Namen haben.
Allgemeine Informationen
Um weitere Informationen über die Maschine bereitzustellen, können Namen, Kategorien, Beschreibungen oder ein externer Wiki-Link bereitstellteingefügt werden. Dise Attribute sind nur optional und müssen nicht gesetzt werden:
name
::String (notwendig) - ein Klarname, zum Beispiel ein Spitzname für eine Maschine oder eine Modellbezeichnungdescription
::String (optional) - eine allgemeine, kurze Beschreibung der Maschinewiki
::String (optional) - Link zu einer Wiki- bzw. Dokumentationsseitecategory
::String (optional) - eine beliebige Kategorie, z.B. "Holzwerkstatt" oder "Handgerät, elektrisch"
Zugewiesene Berechtigungen
Die Maschinen haben verschiedene Wahrnehmungsebenen, mit denen interagiert werden kann:
disclose
::String (notwendig) - Offenlegen: Benutzer kann die Maschine in der Maschinenliste sehenread
::String (notwendig) - Lesen: Der Benutzer kann Informationen über die Maschine und ihren Zustand lesenwrite
::String (notwendig) - Schreiben: Der Benutzer kann die Maschine benutzenmanage
::String (notwendig) - Verwalten: Der Benutzer kann als Manager mit dem System interagieren (Prüfen, Freigeben, Transferieren)
Beispiel:
machines =
{
machine123machine_123 =
{
name = "Testmachine",
description = Some "A test machine",
wiki = "https://someurl"
disclose = "lab.test.read",
read = "lab.test.read",
write = "lab.test.write",
manage = "lab.test.admin"
}
}
“machine123”Im isBeispiel inheißt thisunser caseMachine-ID the “Machine-ID”machine_123
.
Konfiguration von Aktoren (actors)
actors
::Record
Enthält eine Liste von Aktoren. Aktoren werden durch ein Modul module
::String (notwendig) und einen oder mehrere Parameter params
::Record definiert. Aktuell von Haus aus unterstützte Aktoren (ohne zusätzliche Plugins) sind:sind Dummy Actor, Shelly Actor und Process Actor.
Konkret nutzbare Aktoren-Beispiele finden sich hier.
Dummy Actor
Für Testzwecke kann ein interner Dummy-Initiator genutzt werden:
Der „Dummy“-Initiator versucht alle paar Sekunden, einen Rechner als den angegebenen Benutzer zu verwenden und zurückzugeben. Er ist gut geeignet, um das System zu testen, führt aber zu Spam im Log und ist daher standardmäßig deaktiviert.
Beispiel:
actors = {
Dummy_123 =
{
module = "Dummy",
params = {=}
}
}
Im Beispiel heißt unser Actor-ID Dummy_123
.
Shelly Actor
Dieser Aktor verbindet BFFH über einen MQTT-Server mit einem Shelly Gerät. Der Parameter topic
::String (notwendig) des Shelly muss auf das Shelly-spezifische MQTT-Topic gesetzt werden.
Anleitung zum Auffinden des Shelly Topic
Beispiel:
actors =
{
Shelly_123 =
{
module = "Shelly",
params =
{
topic = "shellyplug-s-123456"
}
}
}
Im Beispiel heißt unser Actor-ID Shelly_123
.
Process Actor
Dieser Aktor ermöglicht es, eigene Prozesse (z.B. Python, Bash, Perl, Java ...) mit dem BFFH Server zu verbinden. Im Beispiel heißt unser Actor-ID Bash_123.
cmd
::String (notwendig) - Pfad der ausführbaren Dateiargs
::String (notwendig)optional) - Argumente der ausführbaren Datei
Beispiel:
actors =
{
Bash_123 =
{
module = "Process",
params =
{
cmd = "./examples/actor.sh",
args = "your ad could be here"
}
}
}
KonkretIm nutzbareBeispiel Aktoren-Beispieleheißt findenunser sichActor-ID hierBash_123
.
actor_connections
::List
Verbindet den Aktor mit einer Maschine. Eine Maschine kann mehrere Aktoren haben. Das Mapping actor_connections
wird als Liste von Einträgen gespeichert. Die Parameter:
machine
::String (notwendig) - die Machine-IDactor
::String (notwendig) - die Actor-ID
Beispiele:
Eine leere Liste von Aktorenverknüpfungen:
actor_connections = [] : List { machine : Text, initiator : Text },
Eine Liste mit drei Mappings:
actor_connections =
[
{ machine = "Testmachine", actor = "Shelly_123" },
{ machine = "Another", actor = "Bash_123" },
{ machine = "Yetmore", actor = "Bash_234" }
]
Konfiguration von Initiatoren (initiators)
Initiatoren werden fast genauso konfiguriert wie Aktoren. Es gibt aktuell die beiden Initiatorentypen Dummy Initiator und Process Initiator.
initiators
::Record
Enthält eine Liste von Initiatoren. Initiatoren werden durch ein Modul und einen oder mehrere Parameter definiert. Die Liste kann bzw. muss leer sein, wenn keine Initiatoren verwendet werden:
initiators = {=}
Sonst kann die Liste einen oder mehrere Initiatoren mit ihrem Name (Initiator-ID) enthalten:
Dummy Initiator
Für Testzwecke kann ein interner Dummy-Initiator genutzt werden:
Der „Dummy“-Initiator versucht alle paar Sekunden, einen Rechner als den angegebenen Benutzer zu verwenden und zurückzugeben. Er ist gut geeignet, um das System zu testen, führt aber zu Spam im Log und ist daher standardmäßig deaktiviert.
Die Initiator-Parameter:
uid
::String (notwendig) - Nutzername
Beispiel:
initiators = {
Initiator_123 =
{
module = "Dummy",
params =
{
uid = "Testuser"
}
}
}
Process Initiator
Dieser Initiator vom module
::String Typ Process ermöglicht es, eigene Prozesse (z.B. Python, Bash, Perl, Java ...) mit dem BFFH Server zu verbinden. Im Beispiel heißt unser Initiator Bash_567
.
Die Initiator-Parameter:
cmd
::String (notwendig) - Pfad der ausführbaren Dateiargs
::String (notwendig)optional) - Argumente der ausführbaren Datei
Beispiel:
initiators =
{
Bash_567 =
{
module = "Process",
params =
{
cmd = "./examples/init.py",
args = "your ad could be here"
}
}
}
Konkret nutzbare Initiatoren-Beispiele finden sich hier.
init_connections
::List
Verknüpfung von Maschinen mit Initiatoren. Ähnlich wie bei Aktoren können einer Maschine mehrere Initiatoren zugewiesen werden, aber ein Initiator kann nur einer Maschine zugewiesen werden
initiator
::String (notwendig) - die Initiator-IDactor
::String (notwendig) - die Actor-ID
Beispiele:
Eine leere Liste von Initiatorverknüpfungen:
init_connections = [] : List { machine : Text, initiator : Text },
Eine Liste mit einzelnen Mapping:
init_connections = [
{ machine = "Testmachine", initiator = "Initiator_123" }
],
FabFire
spacename
::String
Der Name des Spaces (die offene Werkstatt, das FabLab, der HackerSpace, etc.) wird im URN-Schema urn:fabaccess:lab:{spacename}
verwendet. Wird er nicht definiert, wird der Wert "generic" vergeben. Diese Angaben benötigen wir für QR-Codes von Maschinen oder für DESFire Karten zur Nutzung von FabFire.
Beispiel:
spacename = "FabAccess DemoSpace"
instanceurl
::String
Wird für eine allgemeine Space Info genutzt und als URN im Code genutzt: urn:fabaccess:lab:{spacename}\x00{instanceurl}
. Dieser Wert wird aktuell nicht verwendet, muss jedoch ausgefüllt werden, damit die Konfiguration bffh.dhall
valide ist!
Beispiel:
instanceurl = "https://demo.fab-access.org"
Minimal funktionierende Standardkonfiguration
Wie bereits eingangs erwähnt, werden alle obigen Parameter für die Konfiguration benötigt. Für die minimale Startfähigkeit eines BFFH Servers kann folgendes Konfigurationssample verwendet werden. Dabei muss auch der MQTT-Server unbedingt laufen und erreichbar sein. Ein Standardsample (etwas abweichend) kann auch per bffhd --print-default
ausgegeben werden (siehe Cheat Sheet).
{
spacename = "fabaccess.sample.space",
instanceurl = "https://fabaccess.sample.space",
listens = [{address = "127.0.0.1"}],
certfile = "/etc/bffh/bffh-selfsigned.cert",
keyfile = "/etc/bffh/bffh-selfsigned.key",
mqtt_url = "mqtt://127.0.0.1:1883",
db_path = "/var/lib/bffh/bffh.db",
auditlog_path = "/var/log/bffh-audit.json",
roles = {=},
machines = {=},
actors = {=},
actor_connections = [] : List { machine : Text, initiator : Text },
initiators = {=},
init_connections = [] : List { machine : Text, initiator : Text },
}
Konfiguration per Config Generator
Siehe Einfache Konfiguration mit dem FabAccess Config Generator
Konfiguration von BFFH auf Synax und Inhalt prüfen
Konfiguration erstellt, aber unsicher, ob sie vollständig und syntaktisch korrekt ist? Wir können das per bffhd --check --config /opt/fabinfra/bffh-data/config/bffh.dhall
überprüfen. Siehe hier. Das Kommando kann mit dem --check
Parameter unabhängig und vor dem Neustart von BFFH ausgeführt werden und verhindert so die Unverfügbarkeit des Service bei Fehlkonfiguration (alternativ kann auch ein Staging-System für derartige Tests angelegt werden). Etwaige Fehlkonfigurationen werden auch erkannt, da geprüft wird, ob wichtige Konfigurationschlüssel fehlen, unvollständig oder falsch sind.
Siehe auch Dhall-Dateien parsen, prüfen und formatieren für die reine Überprüfung des Syntax.